Pflegeleistungen in Passung zum Bundesteilhabegestz -
Personenzentrierung in der Pflege als Kompass für Selbstbestimmung

Vom Systemdenken zum Menschenblick

17.11.-18.11.2025, 10-18 Uhr in der Alte Schule, Recklinghausen
Ihre Investition: 840,00 € (zzgl. 19% MwSt.)

Mit der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) wird eine personenzentrierte Pflege mehr denn je zum Status quo der Eingliederungshilfe.

Es geht nicht mehr „nur“ darum, Pflege zu leisten – es geht darum, Pflege als Co-Creation zu verstehen. Jede:r Nutzer:in soll selbstbestimmt und in Übereinstimmung mit den individuellen Bedarfen und Wünschen begleitet werden.

In diesem Workshop nutzen wir das Pflegemodell nach Böhm als Grundlage und denken Pflege vollkommen neu: Weg von standardisierten Prozessen, hin zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit, bei der Pflege ein empowernder Prozess ist.

Wir setzen den Fokus auf die Entwicklung einer individuellen Pflegeplanung, die auf die tatsächlichen Bedarfe und das Leben jeder und jedes Einzelnen abgestimmt ist.

Für eine Pflege, die nicht nur behandelt, sondern vor allem ermöglicht.

Das erwartet Sie

Personenzentrierung als Grundlage der Pflege – der Paradigmenwechsel analog BTHG

Das BTHG verändert die Rahmenbedingungen der Eingliederungshilfe grundlegend und stellt die Personenzentrierung als unverrückbares Prinzip in den Mittelpunkt. Doch was bedeutet das konkret für die Pflege? 

Wir setzen uns intensiv mit den Anforderungen des BTHG auseinander und beleuchten, warum die bisherige „Versorgungsperspektive“ nicht mehr ausreicht. 

Wir hinterfragen gewohnte Denkmuster und lernen, Pflege als partnerschaftlichen Prozess zu verstehen, in dem Nutzer:innen nicht passive Empfänger:innen von Leistungen sind, sondern aktiv an ihrer eigenen Versorgung mitwirken. 

Dabei dient uns das Pflegemodell nach Böhm als Grundlage, um Pflege stärker aus der individuellen Biografie, den Ressourcen und der Lebensrealität der einzelnen Menschen heraus zu gestalten. 

Durch Reflexion, Praxisbeispiele und Austausch legen wir die Basis für einen echten Perspektivwechsel in der pflegerischen Arbeit.

Pflege als Co-Creation – wie Pflege und Nutzer:innen miteinander wachsen

Pflege ist nicht nur eine Dienstleistung – sie ist eine gemeinsame Gestaltung von Lebensqualität. 

Wir tauchen tief in das Konzept der Co-Creation ein und verstehen Pflege als einen gemeinsamen Schöpfungsprozess zwischen Pflegekräften und Nutzer:innen. 

Statt standardisierter Abläufe geht es darum, eine partnerschaftliche Beziehung aufzubauen, in der die Bedarfe, Wünsche und Fähigkeiten der Nutzer:innen die Grundlage aller pflegerischen Entscheidungen sind. 

Wir erarbeiten, welche Strukturen und Haltungen notwendig sind, um diesen Wandel von einer „für“ hin zu einer „mit“ orientierten Pflege in der Praxis umzusetzen. 

Anhand konkreter Fallbeispiele und Übungen lernen die Teilnehmenden, wie sie individuelle Pflegepläne nicht nur formell erstellen, sondern als echtes Werkzeug zur Förderung von Selbstbestimmung und Teilhabe nutzen.

Selbstbestimmung durch Kommunikation – Pflege neu denken

Eine wirklich personenzentrierte Pflege kann nur gelingen, wenn Kommunikation nicht einseitig verläuft, sondern als echtes Dialoginstrument genutzt wird. In diesem Modul setzen wir uns mit den kommunikativen Herausforderungen im Pflegealltag auseinander und erarbeiten Methoden, um die Selbstbestimmung der Nutzer:innen aktiv zu fördern. 

Denn nur wer die Bedarfe, Wünsche und Sorgen der Menschen wirklich versteht, kann eine Pflege gestalten, die nicht über sie hinweggeht, sondern sie aktiv einbindet. Wir beschäftigen uns mit wertschätzenden und klaren Kommunikationsstrategien, die Pflegekräfte dabei unterstützen, Nutzer:innen als eigenverantwortliche Gestalter:innen ihres Alltags wahrzunehmen. 

Durch praktische Übungen zur aktiven Gesprächsführung und zum Zuhören werden die Teilnehmenden darauf vorbereitet, Pflegegespräche bewusster zu führen und durch ihre Kommunikation mehr Selbstbestimmung im Pflegealltag zu ermöglichen.

Ihre Workshopleitung

Melanie Lindemann

Antworten auf die wichtigsten Fragen

17.11.-18.11.2025, 10-18 Uhr

Alte Schule, Recklinghausen

840,00 EUR (zzgl. 19% MwSt) incl. Getränken, Obst, Snacks und Mittagessen plus Begleitmaterialien.

Und sollten Sie dort übernachten wollen – wenden Sie sich gerne direkt an die Mitarbeiter:innen der Alten Schule. Die Kontaktdaten finden Sie hier.

Für alle, die pflegerische Leistungen in der Eingliederungshilfe erbringen, steuern oder konzipieren.

Stornierungen sind bis 5 Wochen vor Beginn der Veranstaltung kostenfrei möglich. Bei Stornierungen, die weniger als 5 Wochen vor Beginn erfolgen, ist der volle Betrag fällig. Alternativ können Sie eine Ersatzperson schicken.

Die volle Summe ist bei Buchung/Anmeldung fällig. Eine Ratenzahlung in bis zu 3 Raten vor Beginn der Veranstaltung ist in Ausnahmefällen möglich. Bitte sprechen Sie uns dazu an – wir regeln dies dann vertraglich.

Und was mache ich jetzt als Nächstes?

Senden Sie uns einfach dieses ausgefüllte Formular: