
Fokusfeld
Klarzeichner
Verständigung entsteht dort, wo sichtbar wird, was gemeint ist.
Ob verbal, nonverbal, in Gesprächen oder in Texten – Wirkung entsteht immer. Dieses Fokusfeld bringt Klarheit in die Signale und Informationen, die den Alltag prägen, und schafft die Grundlage der Verständigung, die Teilhabe braucht.
Auf dieser Seite finden Sie beispielhafte Formate und den konkreten Nutzen des Fokusfelds Klarzeichner – für Verständigung, die trägt, und Kommunikation, die auf allen Ebenen gelingt.
Mögliche Spannungsfelder in der Eingliederungshilfe

Wenn Kommunikation nicht gelingt, bleibt Teilhabe ein leeres Versprechen
Fehlende Verständlichkeit, eingeschränkte Ausdrucksmöglichkeiten oder unzureichende Formen Unterstützter Kommunikation erschweren die Einbindung von Nutzer:innen in Gespräche und Entscheidungen.
Wenn Sprache nicht mehr zum heutigen Selbstverständnis passt, entsteht Irritation
Veraltete oder widersprüchliche Formulierungen bremsen, erschweren Orientierung und spiegeln oft nicht wider, wie die Organisation heute arbeitet und denkt – obwohl Haltung und Praxis längst weiter sind.
Wenn Formulierungen im Alltag nicht präzise genug sind, verliert sich Wirkung
Uneinheitliche oder austauschbare Texte – in Teilhabeplänen, Dokumentationen oder internen Prozessen – erschweren Profil, Identität und Verständigung. Wesentliche Besonderheiten und Anliegen bleiben sprachlich ungenutzt, Beteiligung wird komplizierter und Klarheit geht verloren.
Beispielhafte Formate
Thema
Kurzbeschreibung
Klarheit im Alltag schaffen
Ein kompaktes Coaching- und Analyseformat, das Aussagen strukturiert, Kernbotschaften sichtbar macht und sicherstellt, dass alle Beteiligten dasselbe meinen – für Gespräche, Abstimmungen und Situationen, in denen Orientierung entscheidend ist.
Sprachbild der Organisation sichtbar machen
An Beispielen aus dem Alltag – Teilhabeplänen, Alltagsinformationen, Hinweisen & Mitteilungen oder Website-Texten – wird sichtbar, wie Informationen tatsächlich ankommen: Was Nutzer:innen verstehen, was Angehörige brauchen und wo Signale im Team unterschiedlich gelesen werden. So entsteht ein klares Bild der Muster, die Verständigung stärken oder erschweren.
Teilhabepläne, die wirklich ankommen
In einem praxisorientierten Workshop-Format arbeiten Teams mit echten Teilhabeplänen, Fallvignetten und kurzen Analyse-Sequenzen. Mit Methoden wie Textscreenings, narrativer Bedarfsermittlung, Struktur-Checks, UK-Impulsen und Zielarchitektur nach BTHG werden Formulierungen präzisiert, Beteiligung erleichtert und Bedarfe nachvollziehbar abgebildet. So entsteht Sprache, die fachlich trägt – und Nutzer:innen wirklich einbindet.
Gewaltfreie Verständigung im Alltag sichern
Ein organisationsbezogenes Trainings- und Reflexionsformat, in dem Kommunikationsmuster sichtbar werden, die Missverständnisse oder Eskalationen begünstigen. Mit Sequenzanalysen, Signal-Checks und kurzen Interventionstechniken entsteht eine gemeinsame Praxis für Verständigung, die deeskaliert, schützt und Beteiligung ermöglicht.
Texte präzise auf den Punkt bringen
Ein kompaktes Analyse- und Überarbeitungsformat für Beschreibungen, Dokumentationen und Teilhabepläne. Logik-Checks, Re-Writes und klare Strukturhilfen machen Texte verständlich, fachlich fundiert und alltagsrelevant.
Sprache als Identitätsträger verankern
Ein fokussiertes Entwicklungsformat, in dem Leitbild, Haltung und Profil in präzise, wiedererkennbare Sprache übersetzt werden. Mit Begriffsklärungen, Tonalitätsarbeit und praxisnahen Beispielen entsteht Kommunikation, die intern wie extern trägt.
Wirkung und Nutzen
Verständigung wird verlässlich – in allen Situationen
- Klare Signale und präzise Sprache reduzieren Missverständnisse, stärken Orientierung und ermöglichen Beteiligung – für Nutzer:innen, Angehörige und Mitarbeitende.
Teilhabe gelingt, weil Informationen ankommen
- Wenn Inhalte nachvollziehbar formuliert sind – mündlich, schriftlich oder nonverbal – können Menschen mitgestalten, Entscheidungen treffen und Situationen sicher einordnen.
Sprache wird zum tragenden Rahmen der Organisation
- Ein gemeinsames Sprachverständnis schafft Profil, stärkt Kultur und macht Haltung im Alltag sichtbar – in Besprechungen, Dokumentationen und jeder Form von Zusammenarbeit.
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